Jahrestagung 2024: «Strategie öAV 2030» und «Betreuung im Alter»
Die Jahrestagung wurde erstmals gemeinsam von der Gesundheitskonferenz (GeKo) und der Sozialkonferenz (SoKo) des Kantons Zürich durchgeführt. Rund 160 Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinde-, Stadt- und Sozialbehörden, Bezirksräte sowie Fachpersonen trafen sich am 28. November 2024 in Winterthur, um an der Jahrestagung zentrale gesellschaftliche Themen zu diskutieren.
Am Vormittag lag der Fokus auf der öffentlichen Arbeitsvermittlung (öAV), die vor 25 Jahren von den Gemeindearbeitsämtern in die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) überführt wurde. Nach der Begrüssung durch Corinne Hoss-Blatter und Daniel Knöpfli, SoKo Co-Präsidium, eröffnete Simon Röthlisberger, Leiter Steuerung und Führungsunterstützung beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), mit einem Referat zur «Strategie öAV 2030» eine Reihe von spannenden Inputreferaten. Simon Röthlisberger beleuchtete die Herausforderungen der öAV, darunter die digitale Transformation, demografische Veränderungen und die Migration.
Anschliessend sprach Tindaro Ferraro, Leiter der Sektion Berufliche Integration beim Staatssekretariat für Migration (SEM), über die «Steigerung der Erwerbsquote von geflüchteten Personen» und hob hervor, wie Integration als gemeinsames Ziel von Arbeitsmarkt- und Sozialbehörden gefördert werden kann.
Hans Rupp, Amtschef des Amts für Arbeit des Kantons Zürich (AFA), ergänzte die Thematik mit einem Kurzreferat, in welchem er die Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen AFA und Gemeinden aus Sicht seines Amts darlegte. Über die Sicht einer Gemeinde und eines RAV referierten Tom Birchler, Co-Abteilungsleiter Soziales der Stadt Uster, und Verena Dreher, Stv. Leiterin des RAV Uster.
Der Vormittag schloss mit Tischgesprächen unter der Moderation von Daniel Knöpfli, bei denen die Teilnehmenden über konkrete Herausforderungen und Handlungsansätze in der Zusammenarbeit diskutierten, gefolgt von einem Panelgespräch mit allen Referentinnen und Referenten.
Das Nachmittagsprogramm zum Thema «Betreuung im Alter», moderiert durch die Politologin Miriam Wetter, wurde von GeKo-Präsident Mark Wisskirchen und mit einem Grusswort des Winterthurer Stadtpräsidenten Mike Künzle eröffnet. Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr berichtete über aktuelle sozial- und alterspolitische Entwicklungen im Kanton Zürich.
Das Thema «Betreuung im Alter: eine ganzheitliche Aufgabe» wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Prof. Dr. Carlo Knöpfel von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) betrachtete das Thema aus der Forschungsperspektive, während Ständerat Simon Stocker auf die bundespolitischen Rahmenbedingungen einging. Judith Hartmann, Fachperson der Stadt Illnau-Effretikon, ergänzte diese Runde, schilderte die Sichtweise der Gemeinden und betonte die Bedeutung lokaler Ansätze.
Den Abschluss des Nachmittags bildete eine Paneldiskussion mit Regierungsrat Mario Fehr, Ständerat Simon Stocker, den Referentinnen und Referenten sowie mehreren Gemeindvertreterinnen und -vertreter. Diskutiert wurde unter anderem, wie durch integrative Betreuung Vereinsamung und Verwahrlosung im Alter vermieden werden kann.
Die Tagung gab erneut wertvolle Impulse und förderte den Austausch zwischen Behörden und Fachpersonen zu zwei zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die GeKo und die SoKo des Kantons Zürich bedanken sich bei allen Referierenden und Teilnehmenden für das Interesse und diesem wertvollen Austausch.

