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Jahrestagung 2025

An der traditionellen Jahrestagung der Sozialkonferenz des Kantons Zürich trafen sich am 20. November 2025 über 250 Vertreterinnen und Vertreter von Gemeinden, Städten, Sozialbehörden, Bezirksräten sowie Fachpersonen im Kulturzentrum Alte Kaserne in Winterthur, um aktuelle sozialpolitische Themen zu diskutieren.

Der Vormittag widmete sich der Frage, wie Menschen, die «zu gesund für eine IV-Rente, aber zu krank für den Arbeitsmarkt» sind, in bestehenden Systemen unterstützt werden können. Nach der Begrüssung durch das Co-Präsidium der SoKo – Corinne Hoss-Blatter und Daniel Knöpfli – und einer fachlichen Einführung durch den Co-Präsidenten, beleuchteten Fachpersonen Themen wie (Teil-)Arbeitsunfähigkeit, psychische Probleme/Erkrankungen und Sozialhilfebezug an den Nahtstellen zwischen Sozialhilfe, Arbeitsintegration und IV aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Nadine Zimmermann vom kantonalen Sozialamt (KSA) zeigte in ihrem Referat auf, wie die Sozialhilfe häufig zu einem Netz zwischen «Stühlen und Bänken» wird. Martin Schilt, Leiter der IV-Stelle SVA Zürich und Präsident der IVSK, gab Einblicke in die beruflichen Perspektiven junger Menschen mit psychischen Erkrankungen. Markus Baumann, Leiter Fachstelle Arbeitsintegration der Stadt Dietikon, und die stellvertretende Leiterin Vanessa Cereghetti, stellten den Ansatz «First place, then train» aus der Arbeitsintegration vor, gefolgt von einem Referat von Thomas Michel, Abteilungsleiter Soziales Stadt Biel, über strukturelle Herausforderungen und innovative Lösungswege der Stadt Biel.

Mit einem spannenden Panelgespräch, moderiert von Daniel Knöpfli und ergänzt durch eine fachliche Zusammenfassung auch aus der Perspektive der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ) von Filomena Fabio, Stv. Leiterin Geschäftsstelle IIZ, wurde der Vormittag abgeschlossen.

Am Nachmittag stand das Thema «Psychische Erkrankungen junger Menschen im System der Sozialen Sicherheit» im Fokus. Zu Beginn des Nachmittags zeigten Corinne Hoss-Blatter und Daniel Knöpfli vom Co-Präsidium – anhand von aktuellen Statistiken – auf, wie viele Menschen in der Schweiz von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Die Zunahme von Lehrabbrüchen und IV-Renten bei jungen Menschen sowie die komplexen Übergänge zwischen Schule, Arbeit/Studium (Übergang I und II) sowie die Nahtstellen zu Medizin und Sozialwesen wurden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Dr. phil. Niklas Baer von WorkMed, Zentrum Arbeit und psychische Gesundheit, gab Einblicke in Herausforderungen und Potenziale beim Übergang von der Ausbildung in die Arbeitswelt. Dr. med. Kurt Albermann, Chefarzt SPZ am Kantonsspital Winterthur, zeigte medizinische Sichtweisen zur Schnittstelle zwischen Psychiatrie und Sozialsystem auf. Ergänzt wurden die spannenden Referate durch Inputs von Matthias Fuszenecker, Leiter Netz 2, und Pia Labruyère, Leiterin Über18, von der kantonalen Bildungsdirektion zu Unterstützungsangeboten im Übergang ins Erwachsenenleben (Übergang I und II) sowie einem Überblick über aktuelle Entwicklungen in den SKOS-Richtlinien und was diese den jungen Menschen bringen, erfolgte durch SKOS-Präsident Christoph Eymann.

Regierungsrat Mario Fehr informierte über aktuelle sozialpolitische Entwicklungen und nahm zudem an der abschliessenden Podiumsdiskussion teil, gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus der Praxis und der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ).

Die Jahrestagung 2025 bot erneut wertvolle Denkanstösse und Raum für den Austausch zwischen Behörden, Fachpersonen und Institutionen. Die Sozialkonferenz des Kantons Zürich dankt allen Referierenden und Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement und den anregenden Austausch.

   

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