Mitgliederversammlung 2025: Neue Tätigkeitsschwerpunkte, stabile Finanzen und eine Ergänzungswahl
An der Mitgliederversammlung der Sozialkonferenz des Kantons Zürich (SoKo) vom 3. Juli 2025 im Kirchgemeindehaus Zürich-Altstetten standen die Genehmigung der Tätigkeitsschwerpunkte 2025–2028 sowie die Jahresrechnung im Zentrum. Co-Präsidentin Corinne Hoss-Blatter begrüsste 54 stimmberechtigte Mitglieder und führte souverän durch die Versammlung.
Ein zentrales Geschäft war die Verabschiedung der neuen Tätigkeitsschwerpunkte 2025–2028. Diese wurden im Rahmen eines breit abgestützten Prozesses erarbeitet und im Vorstand intensiv diskutiert. Neben konkreten Zielsetzungen wurden auch das Selbstverständnis sowie der Auftrag der SoKo geschärft. Die Mitgliederversammlung genehmigte die künftige strategischen Ausrichtung einstimmig.
Die Erarbeitung der Tätigkeitsschwerpunkte wurde von Corinne Hoss-Blatter auch im Rahmen des Jahresberichts 2024 des Co-Präsidiums als wichtiger Meilenstein genannt. Weitere Schwerpunkte im vergangenen Jahr waren zudem die Sommer- und die Jahrestagung der SoKo. Für das Co-Präsidium war es eine besondere Freude, dass Letztere erstmals mit der Gesundheitskonferenz des Kantons Zürich organisiert und durchgeführt werden konnte. Auch der Jahresbericht 2024 wurde einstimmig genehmigt.
Erfreuliches gab es von den Finanzen zu berichten: Die Jahresrechnung 2024 schliesst mit einem Gewinn von rund CHF 41’000 ab – und damit deutlich über dem budgetierten Ergebnis. Dazu beigetragen haben unter anderem ein ausserordentlicher Staatsbeitrag sowie Mehreinnahmen bei Tagungen und Kursen. Der Vorstand hob hervor, dass auch die 2024 eingeführte Erhöhung der Mitgliederbeiträge zu einer Stabilisierung auf Ertragsseite beigetragen habe.
Zudem wurde Felix Fürer als neuer Vertreter des Bezirks Affoltern in den Vorstand gewählt. Er folgt auf Ronald Alder, der sein Amt niedergelegt hat. Der Vorstand bedankt sich herzlich bei Ronald Alder für sein Engagement.
Weitere Geschäfte wie der Jahresbericht und die Entlastung des Vorstands wurden ebenfalls einstimmig genehmigt.
Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2025 ist auf der SoKo-Website abrufbar.
Sommertagung 2025: Versorgungskonzept KJG 2026–2029 differenziert beleuchtet
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand am 3. Juli im Kirchgemeindehaus Zürich-Altstetten die traditionelle SoKo-Sommertagung statt. Co-Präsidentin Corinne Hoss-Blatter begrüsste rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Fachorganisationen und der Verwaltung zur Tagung, die sich dem «Versorgungskonzept 2026–2029» im Rahmen des Zürcher Kinder- und Jugendheimgesetzes (KJG) widmete.
Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner, Bildungsdirektorin des Kantons Zürich, eröffnete die Tagung mit einer politischen Standortbestimmung zur strategischen Bedeutung des neuen Versorgungskonzepts. Im Anschluss erläuterte Alexander Mestre, Leiter Gesamtplanung und Evaluation beim AJB, die Herleitung der Eckwerte, den Beteiligungsprozess und die gesetzlich verankerten Steuerungsverantwortlichkeiten der Bildungsdirektion.
Drei Referate aus der Perspektive der Forschung, der Fachpraxis und aus kommunaler Sicht beleuchteten das Versorgungskonzept differenziert:
- Prof. Dr. Thomas Gabriel (ZHAW) stellte den methodisch-wissenschaftlichen Zugang vor.
- Franziska Beer, Co-Präsidentin des Fachverbands DAF Pflegekind, warf einen praxisnahen Blick auf die Stärkung der Familienpflege.
- Urs Gröbli, Mitglied des Leitenden Ausschusses der SoKo und Leiter Gesellschaft Illnau-Effretikon, ordnete das Konzept aus Sicht der Gemeinden ein – die Hauptfinanziererinnen des neuen Versorgungskonzepts.
Die anschliessende Diskussionsrunde mit Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner, AJB-Amtschef André Woodtli sowie sämtlichen Referierenden, bot Raum für Fragen und vertiefte Einblicke in die anstehende Umsetzung.
Beim abschliessenden Apéro wurden die Diskussionen angeregt weitergeführt. Die SoKo dankt allen Beteiligten und Teilnehmenden für ihr Interesse an der Sommertagung und die konstruktiven Beiträge.
